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🏳 Bad Ischl · AT · 19 Jun 2026

Serieneinbrecher geschnappt: 42-Jähriger gesteht 51 Straftaten in Bad Ischl

Ein massiver Ermittlungserfolg ist der oberösterreichischen Polizei im Bezirk Gmunden gelungen. In der Nacht auf Montag konnte in Bad Ischl ein mutmaßlicher Serieneinbrecher festgenommen werden. Dem 42-jährigen rumänischen Staatsbürger wird zur Last gelegt, eine beispiellose Serie an Eigentumsdelikten im Salzkammergut verübt zu haben.

Flucht vor Streifenwagen scheitert

Die Handschellen klickten schließlich nach einer kurzen Verfolgungsjagd. Laut Angaben der Landespolizeidirektion war der Tatverdächtige in der Nacht zu Fuß unterwegs, als er plötzlich einen Streifenwagen der Polizei erblickte. Er ergriff sofort die Flucht, konnte von den Beamten jedoch rasch gestellt und festgenommen werden. Schon kurz nach seiner Verhaftung zeigte sich der 42-Jährige gegenüber den Ermittlern größtenteils geständig.

51 Straftaten in nur wenigen Wochen

Die Kriminalisten legen dem Mann ein enormes Pensum an krimineller Aktivität zur Last. Im kurzen Zeitraum zwischen dem 18. Mai 2026 und dem Tag seiner Festnahme soll er bis zu 51 Straftaten begangen haben. Sein Aktionsradius konzentrierte sich dabei vorwiegend auf die Gemeinden Bad Ischl und Bad Goisern. Sein Vorgehen war dabei äußerst variabel: Er schlich sich durch unversperrte Türen in Gebäude ein (Einschleichendiebstähle), brach Keller und Garagen gewaltsam auf oder schlug kurzerhand die Scheiben von geparkten Fahrzeugen ein, um an Beute zu gelangen.

Airbnb-Wohnung als Diebeslager

Das Hauptziel des Serientäters waren hochpreisige E-Bikes sowie wertvolle Werkzeuge und Maschinen. Im Zuge der weiteren Ermittlungen stieß die Polizei auf den Wohnort des Verdächtigen: Er hatte sich in einer lokal angemieteten Airbnb-Wohnung einquartiert, in der er gemeinsam mit seiner 26-jährigen Frau und dem erst eineinhalb Jahre alten Kind lebte. Bei der Durchsuchung der Ferienwohnung entdeckten die Beamten umfangreiches Diebesgut, darunter mehrere gestohlene E-Bikes und weitere Wertgegenstände aus jüngsten Einbrüchen.

Beute auf rumänischem Basar verkauft

Wie die Einvernahmen ergaben, agierte der 42-Jährige stark gewinnorientiert und bandenähnlich organisiert. Einen Teil der im Salzkammergut erbeuteten Gegenstände dürfte er bereits außer Landes geschafft haben. Der Verdächtige gab an, gestohlene E-Bikes und Maschinen unter anderem in Rumänien auf einem Basar gewinnbringend weiterverkauft zu haben. Nach Abschluss der polizeilichen Erstmaßnahmen wurde der Mann auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die zuständige Justizanstalt eingeliefert.

Präventionstipps der Kriminalpolizei

E-Bikes und Werkzeuge sind aufgrund ihres hohen Wiederverkaufswertes bevorzugtes Diebesgut. Die Polizei rät zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:

  • Keller und Garagen absperren: Verschließen Sie Kellerabteile und Garagentore stets sorgfältig. Ein einfaches Vorhängeschloss bietet professionellen Tätern keinen ausreichenden Widerstand – nutzen Sie massive Sicherheitsschlösser.
  • Räder doppelt sichern: Schließen Sie teure E-Bikes auch in vermeintlich sicheren Räumen (wie versperrten Garagen) zusätzlich mit einem robusten Bügelschloss an einem fest verankerten Gegenstand an.
  • Keine Wertsachen im Auto: Das Auto ist kein Tresor. Lassen Sie niemals teures Werkzeug, Elektronik oder Taschen sichtbar im Fahrzeug liegen. Täter schlagen Scheiben in Sekundenbruchteilen ein.

Quellen:
OÖ Nachrichten

Sources : nachrichtenat