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🏳 Deutschkreutz · AT · 1 Jun 2026

Einbruch und Vandalismus in Kapelle in Deutschkreutz: Messingleuchter gestohlen

DEUTSCHKREUTZ – Die Landespolizeidirektion Burgenland sucht nach Zeugen, nachdem Unbekannte in eine Kapelle in Deutschkreutz (Bezirk Oberpullendorf) eingebrochen sind. Die Täter gingen mit roher Gewalt vor, verwüsteten den Andachtsraum und entwendeten ein sakrales Kunstobjekt.

Vandalismus und Diebstahl nahe dem Schwimmbad

Der Vorfall ereignete sich in einer Andachtskapelle, die sich in unmittelbarer Nähe des örtlichen Schwimmbades in Deutschkreutz befindet. Der genaue Tatzeitraum konnte von den Ermittlern noch nicht eingegrenzt werden, die Anzeige wurde am Pfingstmontag, den 1. Juni 2026, erstattet. Die Einbrecher hebelten die Eingangstür gewaltsam auf, um in das Innere der Kapelle zu gelangen.

Im Innenraum ließen die Täter ihrer Zerstörungswut freien Lauf: Sie stießen Andachtsgegenstände um, verwüsteten das Holzmobiliar und verstreuten Papiere sowie Schriften auf dem Fußboden. Zudem wüteten sie vor einer bunten Wandmalerei, die einen Pilger mit Muschel und Stab zeigt.

Neben der Sachbeschädigung kam es auch to einem Diebstahl. Nach Angaben des Errichters der Kapelle entwendeten die Täter einen markanten, fünfarmigen Kerzenleuchter aus Messing. Der durch die Sachbeschädigungen und den Diebstahl entstandene Gesamtschaden wird von der Polizei im unteren vierstelligen Eurobereich beziffert.

Polizeiliche Ermittlungen eingeleitet

Die Polizeiinspektion Deutschkreutz hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Spaziergänger sowie Besucher des nahegelegenen Schwimmbads, die in den vergangenen Tagen verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Kapelle wahrgenommen haben, sich zu melden.

Hinweise können direkt an die örtliche Dienststelle oder jede andere Polizeidienststelle gerichtet werden.

Sicherheitsmaßnahmen für Kapellen und Kirchen im ländlichen Raum

Frei zugängliche Kapellen, Kirchen und Andachtsräume im ländlichen Raum sind aufgrund ihrer Abgeschiedenheit und des meist uneingeschränkten Zugangs leichte Ziele für Einbrecher und Vandalen. Zum Schutz dieser historischen und religiösen Stätten empfehlen Experten:

  • Mechanische Türsicherungen und Querriegel: Eingangstüren sollten durch robuste Sicherheitsschlösser oder innenliegende Querriegel geschützt werden, die ein einfaches Aufhebeln mit Hebeleisen verhindern.
  • Fenstergitter installieren: Fensteröffnungen im Erdgeschossbereich sollten mit stabilen, kunstvoll geschmiedeten Eisengittern gesichert werden, die sich harmonisch in das historische Erscheinungsbild der Kapelle fügen.
  • Keine Original-Wertsachen offen ausstellen: Besonders wertvolle sakrale Gegenstände, antike Kelche oder historische Leuchter sollten durch Repliken ersetzt werden. Die Originale sollten gesichert in Pfarreien oder Tresoren aufgewahrt werden.
  • Opferstöcke entleeren und sichern: Opferstöcke für Geldspenden sollten täglich entleert werden und aus massivem, im Boden oder Mauerwerk verankertem Stahl bestehen. Gut sichtbare Schilder mit dem Hinweis „Opferstock wird täglich entleert“ schrecken Diebe ab.
  • Einbindung in die Dorfgemeinschaft: Einbindung von Nachbarn und regelmäßigen Besuchern der Kapelle. Wenn die Kapelle im Rahmen eines „Kapellendienstes“ täglich zu festen Zeiten auf- und zugesperrt sowie kontrolliert wird, sinkt das Risiko für Vandalismus erheblich.

Quelle: Kurier.at / Landespolizeidirektion Burgenland

Sources : Kurier.at