🏳 Salzburg · AT · 7 May 2026
Mordprozess in Salzburg: Hausbesitzer nach tödlichen Schüssen auf Einbrecher vor Gericht
In der Stadt Salzburg hat ein brisanter Geschworenenprozess begonnen, der weitreichende Fragen zum Thema Notwehr aufwirft. Ein 66-jähriger Hausbesitzer muss sich wegen des Vorwurfs des Mordes vor Gericht verantworten. Der Mann hatte im Salzburger Stadtteil Gnigl einen 31-jährigen Einbrecher mit einer Schusswaffe getötet, nachdem dieser in sein Wohnhaus eingedrungen war. Die Bluttat ereignete sich im Sommer des vergangenen Jahres und sorgte landesweit für heftige Diskussionen über die Grenzen der Selbstverteidigung.
Die Staatsanwaltschaft argumentiert im Prozess, dass der Tatbestand des Mordes erfüllt sei, da der Angeklagte geschossen habe, als sich der 31-jährige Einbrecher bereits auf der Flucht befand und somit keine unmittelbare Bedrohung mehr darstellte. Demgegenüber plädiert die Verteidigung des Pensionisten vehement auf Notwehr bzw. eine gerechtfertigte Verteidigungshandlung in einer extremen psychischen Ausnahmesituation. Der Prozess soll klären, ob der Einsatz der Schusswaffe in dieser Situation verhältnismäßig war und wie die Fluchtsituation des Opfers juristisch zu bewerten ist. Ein Urteil wird im Laufe der kommenden Verhandlungstage erwartet.
Sources : TT
