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🏳 Schwaz · AT · 18 Jun 2026

Zivilcourage in Schwaz: Passant stoppt flüchtenden Auto-Einbrecher

Ein Vorfall auf dem Parkplatz eines Lebensmittelgeschäfts in Schwaz hat am Donnerstagmittag, dem 18. Juni 2026, für einiges Aufsehen gesorgt. Gegen 12:00 Uhr verhinderte das beherzte Eingreifen eines unbeteiligten Zeugen die Flucht eines mutmaßlichen Kriminellen, nachdem dieser auf frischer Tat bei einem Autoeinbruch ertappt worden war.

Autobesitzerin überrascht Einbrecher

Ausgangspunkt des Geschehens war der Pkw einer 33-jährigen bulgarischen Staatsangehörigen, die den Wagen kurz zuvor auf dem Kundenparkplatz abgestellt hatte. Als die Frau wenig später zu ihrem Fahrzeug zurückkehrte, traute sie ihren Augen kaum: Ein fremder Mann hatte sich gewaltsam Zugang zum Innenraum ihres Wagens verschafft und durchsuchte diesen offensichtlich nach Beute. Die unerwartete Rückkehr der Besitzerin riss den Täter aus seinem Vorhaben – der Mann ergriff sofort die Flucht und sprintete vom Tatort weg.

Passant zeigt Zivilcourage

Was der Flüchtende jedoch nicht einkalkuliert hatte, war die Wachsamkeit und die Zivilcourage anderer Menschen vor Ort. Ein aufmerksamer Passant, der die Szene beobachtet hatte, nahm umgehend die Verfolgung auf. Dem Zeugen gelang es nach einem kurzen Sprint tatsächlich, den flüchtenden Einbrecher noch auf dem Parkplatzareal zu stoppen und physisch an der weiteren Flucht zu hindern. Er hielt den Mann so lange fest, bis die von weiteren Zeugen alarmierte Streife der Polizeiinspektion Schwaz am Einsatzort eintraf.

U-Haft für den Tatverdächtigen

Die einschreitenden Polizeibeamten übernahmen den Verdächtigen und nahmen ihn offiziell fest. Bei der anschließenden Identitätsfeststellung auf der Dienststelle stellte sich heraus, dass es sich bei dem Autoknacker um einen 61-jährigen kroatischen Staatsbürger handelt. Weiterführende Überprüfungen ergaben zudem, dass sich der Mann ohne gültigen Aufenthaltstitel – also nicht rechtmäßig – in Österreich aufhält. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete nach Sichtung der Beweislage an, den 61-Jährigen in die Justizanstalt Innsbruck einzuliefern. Dort sitzt er nun in Untersuchungshaft.

Glück im Unglück: Keine Beute

Für die 33-jährige Autobesitzerin endete der Vorfall trotz des anfänglichen Schrecks glimpflich. Zwar war ihr Fahrzeug das Ziel eines Aufbruchs geworden, doch die Frau hatte sich im Vorfeld vorbildlich verhalten: Sie hatte absolut keine Wertgegenstände wie Handtaschen, Geldbörsen oder elektronische Geräte im Wageninnenraum zurückgelassen. Dementsprechend entstand ihr durch den eigentlichen Diebstahlsversuch kein finanzieller Schaden – der Täter ging schlichtweg leer aus.

Tipps der Polizei: Autos sind keine Tresore

Die Polizei nimmt derartige Vorfälle immer wieder zum Anlass, um an die grundlegenden Sicherheitsregeln beim Parken von Fahrzeugen zu erinnern:

  • Nichts Sichtbares liegen lassen: Einbrecher suchen nach schneller, lohnender Beute. Lassen Sie niemals Taschen, Rucksäcke oder Jacken – auch wenn sie leer sind – sichtbar auf den Sitzen liegen.
  • Wertgegenstände immer mitnehmen: Nehmen Sie Handys, Laptops und vor allem Bargeld beim Verlassen des Fahrzeugs immer mit, auch wenn Sie "nur kurz" in ein Geschäft springen.
  • Richtig versperren: Überprüfen Sie nach dem Betätigen der Funkfernbedienung durch einen kurzen Zug am Türgriff, ob das Auto auch wirklich abgeschlossen ist. Sogenannte "Jammer" (Störsender) können das Funksignal von Schlüsseln blockieren.

Quellen:
Zillertalfoto.at / LPD Tirol

Sources : zillertalfotoat