🏳 Tullnerbach · AT · 25 Jun 2026
Ermittlungserfolg: Serien-Einbrecher aus Tullnerbach und Umgebung gefasst
Dem Landeskriminalamt Niederösterreich ist ein bedeutender Schlag gegen die grenzüberschreitende Einbruchskriminalität gelungen. Nach intensiven und akribischen Ermittlungen konnte ein 41-jähriger bosnischer Staatsbürger als mutmaßlicher Serientäter identifiziert und schließlich festgenommen werden. Dem Mann wird vorgeworfen, gewerbsmäßig Einbruchsdiebstähle in mehrere Wohnhäuser verübt zu haben.
Die Tatserie im Überblick
Die dem Beschuldigten zur Last gelegten Taten ereigneten sich alle innerhalb weniger Tage im vergangenen Dezember. Ziel des Einbrechers waren dabei stets Einfamilien- und Wohnhäuser in verschiedenen Bezirken Niederösterreichs. Die Ermittler konnten ihm bislang folgende Tatorte konkret zuordnen:
- Ein vollendeter Einbruch in Untertullnerbach (Gemeinde Tullnerbach) im Bezirk St. Pölten-Land.
- Ein weiterer vollendeter Einbruch in Klein-Pöchlarn im Bezirk Melk.
- Ein versuchter Einbruch in Wieselburg im Bezirk Scheibbs, bei dem es der Täter jedoch nicht schaffte, in das Objekt einzudringen.
Beute und Sachschaden
Bei den beiden erfolgreichen Einbrüchen in Untertullnerbach und Klein-Pöchlarn hatte es der Täter gezielt auf leicht transportable und wertvolle Gegenstände abgesehen. Er erbeutete vor allem Bargeld sowie Schmuck. Der entstandene Gesamtschaden, bestehend aus der gestohlenen Beute sowie den durch das gewaltsame Eindringen verursachten Sachschäden an Türen oder Fenstern, beläuft sich auf einen mittleren vierstelligen Eurobereich.
Internationale Fahndung und Festnahme
Der Durchbruch bei den Ermittlungen gelang durch eine akribische Spurensicherung an den Tatorten. Die gesicherten Beweise führten die Kriminalisten des Landeskriminalamtes Niederösterreich schließlich auf die Spur des 41-jährigen Bosniers. Da sich der Verdächtige bereits ins Ausland abgesetzt hatte, erwirkte die Staatsanwaltschaft St. Pölten einen Europäischen Haftbefehl.
Die internationale Zusammenarbeit der Polizeibehörden zahlte sich aus: Der gesuchte Mann konnte von der deutschen Polizei lokalisiert und festgenommen werden. Vor wenigen Tagen erfolgte schließlich die Auslieferung nach Österreich, wo er bei seiner Ankunft offiziell von Beamten des Landeskriminalamtes in Empfang genommen und festgenommen wurde.
Aktueller Stand des Verfahrens
In seiner anschließenden Einvernahme zeigte sich der 41-Jährige zu den Vorwürfen nicht geständig. Aufgrund der erdrückenden Beweislast und der Fluchtgefahr wurde er jedoch auf Anordnung des Landesgerichts St. Pölten umgehend in die Justizanstalt St. Pölten eingeliefert, wo er nun in Untersuchungshaft auf seinen Prozess wartet.
Prävention: So schützen Sie Ihr Zuhause vor Einbrechern
Auch wenn in diesem Fall ein Täter gefasst werden konnte, bleibt das Risiko von Dämmerungseinbrüchen, insbesondere in den dunkleren Wintermonaten, hoch. Die Polizei rät daher zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
- Lichtquellen nutzen: Einbrecher scheuen das Licht. Nutzen Sie Zeitschaltuhren oder Smart-Home-Systeme, um bei Einbruch der Dunkelheit Beleuchtung in verschiedenen Räumen ein- und auszuschalten.
- Türen und Fenster stets verschließen: Gekippte Fenster sind offene Fenster! Verschließen Sie beim Verlassen des Hauses – auch wenn es nur für kurze Zeit ist – alle Fenster, Balkon- und Terrassentüren vollständig. Schließen Sie auch die Haustür zweimal ab, anstatt sie nur ins Schloss fallen zu lassen.
- Sicherheitstechnik nachrüsten: Mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern (z. B. Zusatzschlösser, Pilzzapfenverriegelungen) verzögern das Eindringen erheblich und lassen viele Täter von ihrem Vorhaben ablassen.
- Nachbarschaftliche Wachsamkeit: Achten Sie auf fremde Personen oder Fahrzeuge in Ihrer Wohnumgebung und verständigen Sie im Zweifelsfall oder bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei über den Notruf 133.
Quellen:
NÖN.at
Sources : noenat
