🏳 Davos · CH · 22 Jun 2026
Auto als Rammbock: Brachialer Einbruch in Davoser Uhrengeschäft
Ein extrem brachiales Vorgehen von Einbrechern hat in Davos GR für erhebliche Schäden und grosse Aufregung gesorgt. Ziel der unbekannten Täterschaft war ein lokales Nobelgeschäft für Luxusuhren und Schmuck.
Fahrzeug als Rammbock eingesetzt
Um an die wertvolle Beute zu gelangen, griffen die Täter zu einer Methode roher Gewalt: Sie nutzten kurzerhand einen Personenwagen als Rammbock. Mit dem Fahrzeug rasten sie gezielt und mit grosser Wucht in den Eingangsbereich des Uhrengeschäfts, um sich so gewaltsam Zugang zu den Auslagen und Vitrinen zu verschaffen. Durch den massiven Aufprall wurde die Ladenfront schwer beschädigt.
Fahndung läuft auf Hochtouren
Die Polizei hat unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls eine grossangelegte Fahndung nach der Täterschaft sowie dem Tatfahrzeug eingeleitet. Aufgrund der Art des Einbruchs gehen die Ermittler davon aus, dass das als Rammbock verwendete Auto erhebliche Frontschäden davongetragen haben muss. Wie hoch der angerichtete Sachschaden am Gebäude ist und ob respektive wie viele Luxusuhren die Einbrecher tatsächlich erbeuten konnten, ist derzeit noch Gegenstand der laufenden polizeilichen Ermittlungen.
Präventionsmassnahmen gegen Rammeinbrüche
Einbrüche, bei denen Fahrzeuge als Rammbock eingesetzt werden (sogenannte "Ram-Raids"), sind besonders verheerend, da sie nicht nur zum Verlust wertvoller Waren führen, sondern auch massive strukturelle Schäden an den Gebäuden verursachen. Geschäfte mit hochpreisigen Artikeln sollten entsprechende Schutzvorkehrungen treffen:
- Rammschutzpoller: Die effektivste Methode gegen Rammeinbrüche ist die Installation von massiven, tief im Boden verankerten Rammschutzpollern vor dem Eingangsbereich und den Schaufenstern. Diese verhindern physisch, dass ein Fahrzeug überhaupt bis zur Ladenfront vordringen kann.
- Mechanische Verstärkung: Setzen Sie auf einbruchhemmende Sicherheitstüren, verstärkte Rollgitter und spezielles Panzerglas (Verbundsicherheitsglas), um den Zugang nach einem ersten Aufprall weiterhin massiv zu erschweren.
- Sichere Aufbewahrung: Wertvolle Ausstellungsstücke, insbesondere Luxusuhren und Schmuck, dürfen nach Geschäftsschluss auf keinen Fall im Verkaufsraum oder in den Schaufenstern verbleiben. Sie müssen zwingend in zertifizierten Schwerlasttresoren eingeschlossen werden.
- Sicherheits-Nebelanlagen: Moderne Systeme füllen den Verkaufsraum bei Alarmauslösung innerhalb von Sekunden mit dichtem Nebel. Den Tätern wird dadurch jegliche Sicht genommen, was das gezielte Entwenden von Waren praktisch verunmöglicht.
- Wachsamkeit der Bevölkerung: Beobachtungen von verdächtigen, stark an der Front beschädigten Fahrzeugen sollten umgehend über die Notrufnummer 117 an die Polizei gemeldet werden.
Sources : suedostschweizch
