← News

🏳 Frauenfeld · CH · 5 Jun 2026

Frauenfeld: Warnung vor Trickdieben nach vier Schmuck-Diebstählen

Häufung von Trickdiebstählen in der Region

Die Kantonspolizei Thurgau hat am Freitagmittag eine eindringliche Warnung an die Bevölkerung herausgegeben. In den vergangenen zwei Wochen ist es in und um Frauenfeld vermehrt zu dreisten Trickdiebstählen gekommen. Unbekannte Täterinnen und Täter haben gezielt ältere Passanten auf der Straße angesprochen, sie in ein scheinbar harmloses Gespräch verwickelt und ihnen dabei unbemerkt wertvollen Schmuck entwendet. Laut Polizeisprecher Matthias Graf sind bisher vier offizielle Anzeigen bei den Dienststellen eingegangen. In den meisten Fällen hatten es die professionellen Diebe auf gut sichtbare, goldene Halsketten abgesehen, in einem dokumentierten Fall wurde zusätzlich ein wertvoller Fingerring gestohlen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich pro Vorfall jeweils auf mehrere hundert Franken, ganz zu schweigen vom ideellen Verlust für die geschockten Opfer.

Die Masche der Täter: Täuschen und Umarmen

Die Vorgehensweise der skrupellosen Trickdiebe ist laut detaillierten Polizeiangaben immer ähnlich perfide. Die Täter täuschen Hilflosigkeit vor und erkundigen sich bei ahnungslosen Passanten beispielsweise eindringlich nach dem Weg zum örtlichen Spital oder einer Apotheke. Während die hilfsbereiten Opfer den Weg ausführlich erklären, rücken die Täter ihnen körperlich extrem nahe. Unter dem Vorwand überschwänglicher Dankbarkeit umarmen sie die Geschädigten völlig überraschend oder legen ihnen vermeintlich als großzügiges Geschenk billigen Modeschmuck um den Hals. Genau diesen kurzen Moment der Verwirrung und taktischen Ablenkung nutzen sie eiskalt aus, um den echten, wertvollen Schmuck der Opfer unbemerkt zu öffnen und zu stehlen. Der dreiste Diebstahl wird von den perplexen Betroffenen meist erst viel später bemerkt, wenn die flinken Täter längst über alle Berge sind.

Polizei sucht reisende Tätergruppierung

Aufgrund der vorliegenden Zeugenaussagen und übereinstimmenden Täterbeschreibungen geht die Kantonspolizei Thurgau stark davon aus, dass es sich in allen Fällen um ein und dieselbe reisende Tätergruppierung handelt. Die Täterschaft wird als männliche und weibliche Personen südöstlicher Herkunft beschrieben, die untereinander möglicherweise Romani und mit den Opfern Italienisch oder gebrochen Deutsch mit starkem Akzent sprachen. Sie sollen stets mit Fahrzeugen mit ausländischen Kontrollschildern unterwegs sein. Bislang fehlt von den gut organisierten Dieben jedoch jede konkrete Spur. Die Polizei rät daher dringend zur allgemeinen Vorsicht im öffentlichen Raum: Halten Sie stets ausreichend körperlichen Abstand zu fremden Personen auf der Straße, lassen Sie sich auf gar keinen Fall auf ungewollte körperliche Nähe wie plötzliche Umarmungen ein und achten Sie besonders auf gut sichtbare Wertgegenstände. Etwaige verdächtige Beobachtungen sollten umgehend und ohne Zögern über die Notrufnummer 117 gemeldet werden.

Sources : thurgauerzeitungch