🏳 St.Gallen · CH · 12 Jun 2026
St. Gallen: Einbruchsserie hält Kantonspolizei in Atem – Fünf Tatorte in einer Nacht
Eine regelrechte Einbruchsserie hielt die Kantonspolizei St. Gallen zwischen vergangenem Donnerstag und Freitagmorgen (11./12. Juni 2026) in Atem. Gleich fünf separate Einbruchsdelikte wurden aus unterschiedlichen Gemeinden gemeldet, was die Ermittler vor eine große Herausforderung stellt. Die Bandbreite der Tatorte reichte dabei von der klassischen Privatwohnung bis hin zu Gewerbebetrieben und Baustellen.
Schäden in Rheineck und St. Gallen
In Rheineck zeigten die Täter eine brachiale Vorgehensweise: An der Poststrasse versuchten Unbekannte, die Schaufensterscheibe eines Cafés mit einem schweren Schachtdeckel einzuwerfen. Obwohl das Glas massiv beschädigt wurde, hielt es stand und die Täter gelangten nicht ins Innere. Anders bei einem benachbarten Geschäft, bei dem ein Fenster komplett zertrümmert wurde. Die Täter durchwühlten die Räume; die genaue Höhe des Diebesguts wird noch ermittelt. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken.
Im Stadtgebiet von St. Gallen schlugen Einbrecher in der Langgasse zu und brachen ein Kellerabteil in einem Mehrfamilienhaus auf. Dort fielen ihnen Musikinstrumente und Elektronikartikel in die Hände. In der Zürcher Strasse wurde eine Wohnung im dritten Stock zum Ziel. Die Täter bewiesen hier kriminelle Akrobatik, kletterten mutmaßlich über ein Regenrohr auf den Balkon, brachen die Tür auf und durchsuchten die Wohnräume. Auch in Rorschach an der Thurgauerstrasse wurde ein Geschäft nach dem Einwerfen eines Fensters mit einem Stein durchwühlt.
Kupferdiebstahl auf Baustelle in Gossau
Dass es Einbrecher nicht nur auf Schmuck und Bargeld abgesehen haben, zeigte ein Vorfall in Gossau. An der Jägerstrasse zerstörten Unbekannte einen Holzzaun, um auf das Areal einer Großbaustelle zu gelangen. Dort entwendeten sie gezielt rund 150 Meter teures, kupferhaltiges Stromkabel. Neben dem reinen Materialwert verursachten sie auch hier einen Sachschaden im Bereich von mehreren tausend Franken.
Präventionsmaßnahmen für Baustellen und Keller
Angesichts dieser vielfältigen Delikte gibt die Polizei folgende Empfehlungen zur Schadensvermeidung:
- Baustellen sichern: Sperren Sie Baustellen mit stabilen, lückenlosen Bauzäunen ab und sichern Sie teure Materialien (Kupferkabel, Werkzeuge) in abschließbaren Baucontainern.
- Kellerfenster schützen: Versehen Sie Kellerfenster mit massiven Gittern und verwenden Sie für Kellerabteile hochwertige Vorhängeschlösser.
- Regenrohre sichern: Bringen Sie an frei zugänglichen Regenrohren Kletterstopps (Metallkränze mit Zacken) an, um Einbrechern den Aufstieg zu Balkonen zu erschweren.
Sources : nauch
