🏳 München · DE · 7 Jun 2026
München: Einbrecher knacken Tresor bei Büroeinbruch in Milbertshofen
Gewerbetreibende im Münchner Norden wurden am Wochenende Opfer eines dreisten Einbruchs. Wie das Polizeipräsidium München bestätigte, drangen unbekannte Täter in ein Bürogebäude im Stadtteil Milbertshofen-Am Hart ein und hinterließen dabei nicht unerheblichen Sachschaden.
Einbruch über das Bürofenster
Der Vorfall ereignete sich in der Zeit zwischen Mittwoch, dem 3. Juni, und Freitag, dem 5. Juni 2026, im Bereich des Anton-Ditt-Bogens und der Hufelandstraße. Die Kriminellen verschafften sich Zutritt zum Gebäude, indem sie gezielt ein Fenster anvisierten und dieses gewaltsam aufhebelten.
Im Gebäudeinneren gingen die Täter äußerst zielstrebig vor. Sie durchsuchten mehrere Räume auf der Suche nach Wertsachen. Schließlich stießen sie auf einen Möbeltresor, den sie ebenfalls mit roher Gewalt aufbrachen. Aus dem Safe entwendeten sie das gesamte darin gelagerte Bargeld. Die Höhe der Beute wurde von der Polizei bislang nicht näher beziffert. Die Täter konnten anschließend unerkannt vom Tatort flüchten.
Die Münchner Kriminalpolizei war vor Ort im Einsatz und sicherte umfangreiche Spuren. Das Kommissariat 52 hat die Ermittlungen übernommen und bittet Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Tatzeitraum beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 089/2910-0 zu melden.
Prävention: Büroräume und Tresore richtig sichern
Einbrüche in Gewerbeobjekte finden häufig in den unbewachten Nachtstunden oder am Wochenende statt. Um Büroräume effektiv vor Einbrechern zu schützen, sollten Unternehmen folgende Maßnahmen umsetzen:
- Zertifizierte Fenster und Türen: Ähnlich wie im privaten Bereich sollten Bürofenster, insbesondere im Erdgeschoss, mindestens der Widerstandsklasse RC2 entsprechen. Nachrüstbare Pilzkopfzapfenbeschläge und abschließbare Fenstergriffe erschweren das Aufhebeln erheblich.
- Verankerung von Tresoren: Ein sogenannter "Möbeltresor" bietet nur dann Schutz, wenn er fachgerecht verankert ist. Kleine Tresore müssen fest mit der Wand oder dem Boden (im Idealfall Beton) verschraubt sein. Zudem sollte der Safe mindestens den prüfbaren VdS-Klassen entsprechen.
- Kein Bargeld im Büro belassen: Die beste Prävention gegen den Diebstahl von Bargeld ist, keine größeren Summen über Nacht in den Büroräumen aufzubewahren. Tageseinnahmen sollten regelmäßig zur Bank gebracht werden. Sichtbare Hinweisschilder wie "Keine Wertsachen / Bargeld im Gebäude" können zusätzlich abschreckend wirken.
- Sicherheitstechnik: Der Einsatz einer Überfall- und Einbruchmeldeanlage (EMA), kombiniert mit Videoüberwachung im Kassen- oder Tresorbereich, erhöht das Entdeckungsrisiko für die Täter massiv.
Quellen:
Sources : tzde
