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🏳 München · DE · 17 Jun 2026

München: Zwei junge Supermarkt-Einbrecher dank Zeugen gefasst

Ein aufmerksames Auge und Zivilcourage haben in München zur Festnahme von zwei mutmaßlichen Serieneinbrechern geführt. Die Polizei konnte zwei junge Männer schnappen, die kurz zuvor in einen Supermarkt im Stadtteil Ramersdorf eingedrungen waren und nun für mindestens eine weitere Tat im Münchner Südosten infrage kommen.

Einbruch am späten Abend in Ramersdorf

Die erste Tat ereignete sich am späten Dienstagabend, dem 16. Juni 2026, gegen 23:30 Uhr. Ein Passant beobachtete, wie zwei männliche Personen fluchtartig die Verkaufsräume eines örtlichen Supermarktes verließen. Auffällig dabei: Das Duo schleppte mehrere Kartons mit sich. Da zeitgleich die Alarmanlage des Marktes auslöste, wurde die Polizei alarmiert. Eine sofort eingeleitete Nahbereichsfahndung durch mehrere Streifenwagen verlief jedoch zunächst ergebnislos, die Täter schienen mitsamt ihrer sperrigen Beute entkommen zu sein.

Zeugenhinweis am Bahnhof Giesing bringt den Durchbruch

Rund zwei Stunden später, mitten in der Nacht, ging jedoch ein weiterer, entscheidender Hinweis beim Polizeinotruf 110 ein. Einem weiteren Zeugen waren in der Nähe des S-Bahnhofs Giesing zwei junge Männer aufgefallen, die verdächtig wirkten und Kartons bei sich trugen. Eine herbeigeeilte Streife unterzog das Duo einer Personenkontrolle. Es handelte sich um einen 17-jährigen Bulgaren und einen 18-jährigen Deutschen, beide mit Wohnsitz in München. Der Verdacht des Einbruchdiebstahls in Ramersdorf erhärtete sich schnell, sodass beide vorläufig festgenommen wurden. Das in den Kartons befindliche Diebesgut konnte vor Ort sichergestellt werden.

Verdacht auf weitere Tat in Perlach

Im Zuge der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung und Vernehmungen ergaben sich rasch Hinweise auf eine weitere Straftat. Das zuständige Kommissariat 52 geht stark davon aus, dass die beiden jungen Männer auch für einen weiteren Supermarkt-Einbruch verantwortlich sind. Dieser ereignete sich am vorangegangenen Sonntag, dem 14. Juni 2026, gegen 22:00 Uhr im Stadtteil Perlach. Dort drangen die Täter ebenfalls gewaltsam in die Verkaufsräume ein und entwendeten eine komplette Registrierkasse, in der sich ein mittlerer dreistelliger Eurobetrag befand.

Die beiden Heranwachsenden wurden wegen der begangenen Einbruchdiebstähle angezeigt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt; der 17-Jährige wurde in die Obhut seiner Erziehungsberechtigten übergeben.

Präventionstipps für Gewerbetreibende

Die Vorfälle in München zeigen, dass Supermärkte und Einzelhandelsgeschäfte regelmäßig im Fokus von Einbrechern stehen, insbesondere in den späten Abend- oder Nachtstunden. Folgende Präventivmaßnahmen können schützen:

  • Verlässliche Einbruchmeldeanlagen (EMA): Eine zertifizierte und gut gewartete Alarmanlage, die direkt an einen Sicherheitsdienst oder die Polizei gekoppelt ist (wie im Fall Ramersdorf), ist unverzichtbar. Sie zwingt Täter oft zu einem hastigen Rückzug.
  • Kassen leeren: Registrierkassen sollten nach Ladenschluss ausnahmslos geleert werden. Es empfiehlt sich, die Kassenlade geöffnet stehen zu lassen, um Einbrechern sofort zu signalisieren, dass kein Bargeld zu holen ist. Dies verhindert zudem teure Sachschäden an den Kassen selbst.
  • Mechanischer Grundschutz: Türen, Fenster und insbesondere Notausgänge müssen robust gesichert sein. Zusatzschlösser und massive Riegel erschweren das gewaltsame Eindringen erheblich.
  • Videoüberwachung: Ein gut sichtbares Kamerasystem im Innen- und Außenbereich wirkt abschreckend und liefert im Ernstfall wichtige Beweise zur Identifizierung der Täter.

Quelle:

Sources : nachrichtenmuenchen