🏳 München · DE · 16 Jun 2026
München: Einbrecher im Haus von Mehmet Scholl überwältigt – Weitere Taten
Einen wahren Albtraum durchlebte die Familie des ehemaligen Bayern-Profis Mehmet Scholl in München. In der Nacht auf Montag, den 15. Juni 2026, drang ein fremder Mann in die Villa der Familie im ruhigen und wohlhabenden Stadtteil Solln ein. Der Vorfall, der sich gegen 02:00 Uhr nachts ereignete, gipfelte in einer bizarren und extrem beängstigenden Konfrontation im Schlafzimmer, bevor der Täter schließlich überwältigt werden konnte.
Halbnackter Täter im Bett der Tochter
Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei gelangte der 48-jährige Eindringling, ein deutscher Staatsbürger aus dem Landkreis Miesbach, offenbar relativ problemlos und ohne größere Gewalteinwirkung über die Terrassentür ins Innere des Einfamilienhauses. Im Erdgeschoss hielt er sich zunächst eine Weile völlig unbemerkt auf. Berichten zufolge soll er sich in der Küche am Essen der Familie bedient und sogar die Dusche benutzt haben.
Anschließend begab sich der Eindringling ins Obergeschoss. Mit unbekleidetem Unterkörper betrat er das Schlafzimmer der 20-jährigen Tochter von Mehmet Scholl und legte sich zu ihr und ihrem 24-jährigen Freund (einem Fußballspieler der Bayernliga-Reserve) ins Bett. Die beiden jungen Leute erwachten sofort aus dem Schlaf. Es kam zu einer heftigen Rangelei, die sich vom Schlafzimmer bis ins Erdgeschoss verlagerte. Durch den entstandenen Lärm wachte auch der 55-jährige Hausherr Mehmet Scholl auf. Gemeinsam gelang es den drei Bewohnern, den Eindringling zu überwältigen und bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei festzuhalten.
Die Polizei ermittelt nun unter anderem wegen Hausfriedensbruchs und sexueller Nötigung gegen den 48-Jährigen. Da der Täter deutliche psychische Auffälligkeiten zeigte, wurde er nach seiner Festnahme nicht in ein Gefängnis, sondern in eine psychiatrische Einrichtung eingeliefert. Das für Sexualdelikte zuständige Kommissariat 15 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Weitere Einbruchsfälle in Berg am Laim
Unabhängig von diesem dramatischen Vorfall in Solln verzeichnete die Münchner Polizei am selben Wochenende auch Einbruchsaktivitäten im Stadtteil Berg am Laim. Hier kam es zu zwei versuchten Einbrüchen in Mehrfamilienhäuser. Zwischen Samstagmittag (13.06.) und Montagmittag (15.06.) drangen Unbekannte gewaltsam in eine Wohnung ein, flüchteten jedoch ohne Beute. Im gleichen Zeitraum wurde zudem versucht, die Hauseingangstür eines Nachbaranwesens aufzuhebeln. Die Kriminalpolizei sicherte umfangreiche Spuren und bittet Zeugen, die im Bereich Innsbrucker Ring, Bad-Schachener-Straße und Aschheimer Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich beim Kommissariat 53 zu melden.
Prävention: So schützen Sie Ihr Eigenheim
Die Vorfälle in München zeigen, wie wichtig ein umfassender Einbruchschutz ist, insbesondere wenn Täter nachts zuschlagen, während die Bewohner schlafen:
- Türen und Fenster konsequent verriegeln: Auch wenn man zu Hause ist, sollten alle Außentüren, insbesondere Terrassen- und Balkontüren, stets fest verschlossen (nicht nur angelehnt oder gekippt) sein.
- Außenbeleuchtung und Sensoren: Eine gut ausgeleuchtete Fassade und Bewegungsmelder rund um das Haus, besonders im Terrassenbereich, schrecken Täter ab, da sie das Entdeckungsrisiko drastisch erhöhen.
- Alarmanlagen: Moderne Einbruchmeldeanlagen können so konfiguriert werden, dass sie die Außenhülle des Hauses überwachen, während man sich im Inneren frei bewegen kann (sogenannte Außenhautüberwachung).
- Im Ernstfall: Sollten Sie einen Einbrecher im Haus bemerken, machen Sie durch lautes Rufen auf sich aufmerksam (oft flüchten Täter dann) und wählen Sie sofort den Notruf 110. Vermeiden Sie nach Möglichkeit die direkte Konfrontation mit dem Täter.
Quellen:
Sources : muenchentonlinede · tagesspiegelde · sueddeutschede · rtlde · nachrichtenmuenchen
