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🏳 Unbekannt · AT · 13 Mar 2013

Fahndung im Netz: Firmenchef sucht per Facebook nach Einbrechern

Ein ungewöhnlicher Fall von digitaler Selbstjustiz sorgt derzeit in Österreich für Aufsehen. Nach einem Einbruch in die Räumlichkeiten seines Unternehmens hat ein sichtlich frustrierter Firmenchef die Aufnahmen der schuleigenen Überwachungskameras auf der Social-Media-Plattform Facebook veröffentlicht. Mit diesem Schritt erhofft sich der Unternehmer entscheidende Hinweise aus der Bevölkerung, um die Täter rasch dingfest zu machen.

Der Einbruch, bei dem wertvolle Arbeitsgeräte und Bargeld entwendet wurden, hinterließ nicht nur finanziellen Schaden, sondern auch das Gefühl der Ohnmacht. „Da die offiziellen Ermittlungen oft Zeit benötigen, wollte ich die Reichweite des Internets nutzen“, erklärte der Geschäftsführer. Der Facebook-Beitrag verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit im Netz und wurde tausendfach geteilt.

Rechtsexperten äußern unterdessen jedoch Bedenken hinsichtlich dieser privaten Fahndungsmethode. Die Veröffentlichung von Bildmaterial verdächtiger Personen ohne richterlichen Beschluss verstoßt in vielen Fällen gegen das Datenschutzgesetz und das Recht am eigenen Bild. Die Polizei warnt ausdrücklich vor solchen Alleingängen und empfiehlt, Beweismaterial ausschließlich den Ermittlungsbehörden zu übergeben.

Sources : kurierat