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🏳 Vorchdorf · AT · 16 Jun 2026

Rammbock-Einbruch gescheitert: Täter fahren mit Kleinbus in Vorchdorfer Juweliergeschäft

Ein Bild der Verwüstung bot sich den Einsatzkräften in der Nacht auf den 16. Juni 2026 im Ortszentrum von Vorchdorf (Bezirk Gmunden). Zwei bislang unbekannte Täter versuchten dort mit brachialer Gewalt, in ein lokales Juwelier- und Uhrmachergeschäft einzubrechen. Ihr Vorgehen glich dabei Szenen aus einem Actionfilm, blieb jedoch letztlich ohne Erfolg.

Kleinbus als Rammbock

Die Täter schlugen gegen 03:40 Uhr in der Früh zu. Laut Polizeiangaben näherten sich die beiden Kriminellen dem Tatort in der Lambacher Straße mit einem zuvor gestohlenen Kleinbus. Anstatt zu versuchen, die Tür heimlich aufzubrechen, nutzten sie das schwere Fahrzeug kurzerhand als Rammbock. Sie fuhren gezielt und mit Wucht rückwärts gegen das massive Sicherungsgitter und die Auslage des Geschäfts. Trotz der enormen Wucht des Aufpralls hielt die Sicherheitsbarriere des Juweliers jedoch stand, und die Täter konnten nicht in das Innere eindringen.

Zweiter Versuch mit Zurrgurt

Da der erste Ramm-Versuch fehlschlug, griffen die Einbrecher zu Plan B, der von enormer Hartnäckigkeit zeugt. Sie befestigten einen stabilen Zurrgurt am verbeulten Rollgitter des Geschäfts und verbanden das andere Ende mit dem gestohlenen Fluchtfahrzeug. Durch das Anfahren mit dem Kleinbus versuchten sie nun, das Gitter mit bloßer Motorkraft aus der Verankerung zu reißen. Doch auch dieser rabiate Plan scheiterte an der massiven Bauweise der Sicherheitstechnik.

Flucht und Feuerwehr-Einsatz

Nachdem jeglicher Versuch, an die wertvolle Beute im Geschäft zu gelangen, gescheitert war, gaben die Täter schließlich auf. Sie ergriffen mit dem beschädigten Kleinbus die Flucht. Weit kamen sie jedoch nicht: Sie stellten das gestohlene Fluchtfahrzeug in einer nahegelegenen Sackgasse und setzten ihre Flucht zu Fuß in unbekannte Richtung fort.

Am Tatort hinterließen sie einen beträchtlichen Sachschaden. In den Morgenstunden musste die örtliche Feuerwehr anrücken, um Aufräumarbeiten wie nach einem schweren Verkehrsunfall durchzuführen. Das schwer beschädigte Tor des Geschäfts musste aufwendig gesichert und teilweise abmontiert werden. Die Lambacher Straße blieb aufgrund des großen Polizeiaufgebots und der Tatortarbeit für mehrere Stunden für den Verkehr gesperrt.

Ram-Raiding: Wenn Autos zu Waffen werden

Der Versuch, Auslagen oder Türen mit Fahrzeugen aufzubrechen (sogenanntes "Ram-Raiding"), ist eine bekannte, wenn auch besonders brachiale Methode von Kriminellen. Wie dieser Fall zeigt, kann sich gute Sicherheitstechnik hier jedoch bezahlt machen:

  • Zertifizierte Rollgitter: Hochwertige, in der Wand tief verankerte Gitter aus Spezialstahl können der Wucht eines Autos durchaus standhalten.
  • Poller (Ramm-Schutz): Betriebe in Gefahrenzonen können dicke Stahlpoller oder schwere Betontröge vor den Schaufenstern installieren, die ein direktes Anfahren der Fassade physisch unmöglich machen.

Quellen:
Laumat.at / LPD Oberösterreich

Sources : laumatat